Was kostet Pflege ?

Auf jeden Fall einen tiefen Griff ins

eigene Portemonnaie !  

 

             1) 

Bei Pflege des Pflegebedürftigen zu Hause

                 durch ANGEHÖRIGE !

 

            2)

Bei Pflege des Pflegebedürftigen zu Hause

                 durch PFLEGEDIENSTE !

 

            3)

Bei Vollstationärer Pflege des Pflegebedürftigen

                 im HEIM !

 

    zu 1: Was kostet Pflege des Pflegebedürftigen

 zu HAUSE durch ANGEHÖRIGE !

  • Hier: durchschnittliche monatliche Pflegekosten bei mittlerem Pflegeaufwand in Nordrhein-Westfalen für Pflegegrade 2 bis 5 !
  • Pflegegrad 1 in der Tabelle bleibt unberücksichtigt, da Pflegebedürftige, die von Ihren Angehörigen in häuslicher Umgebung gepflegt werden, keinen Anspruch auf Pflegegeld von der Pflegekasse haben ! Hintergrund: Pflegeversicherte mit Pflegegrad 1 bewältigen Ihr Leben weitgehend selbstständig. Es handelt sich hier überwiegend um ältere Menschen, die nur geringe Krankheitssymptome oder eine leichte Demenz aufweisen. 
  • Pflegeversicherte mit Pflegegrad 1 erhalten allerdings einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich von der Pflegekasse für Unterstützung im Alter (nicht für pflegerische Tätigkeiten !) z. B. Begleitung zum Arzt oder Behördengängen mit einem Alltagsbegleiter, Gespräche, Spiele, Spaziergänge, Besuch eines Bewegungsangebots für körperlich eingeschränkte Menschen.  
  • Wie bereits oben beschrieben zahlt die Pflegekasse bei Pflegegrad 1 kein Pflegegeld, wenn der Pflegebedürftige durch Angehörige gepflegt wird. 
  • Zahlen Sie sich doch Ihr eigenes Pflege-Tagegeld analog Pflegegrad 1 bei häuslicher Pflege durch Pflegedienste (siehe unten zu 2.: ) bewertet mit einem Pflegekostenrisiko in NRW von monatlich 480 Euro. Tritt der Pflegefall mit Pflegegrad 1 bei häuslicher Pflege des Pflegebedürftigen durch Angehörige ein zahlt der Versicherer das vereinbarte Pflege-Tagegeld, und zwar pauschal ohne Kostennachweis, solange Pflegebedürftigkeit mit Pflegegrad 1 besteht.                                                                                                                                                                       
  • Pflegegrade              2            3              4             5   bei häuslicher Pflege durch Angehörige

         Pflegekosten          597 €  1.061 €   1.459 €   1.605 €

         abzüglich

         Pflegekasse            316 €     545 €      728 €      901 €

         = Eigenanteil

         Pflegebedürftiger   281 €     516 €      731 €      704 €

 

 

 

 zu 2: Was kostet Pflege des Pflegegebedürftigen 

zu Hause durch PFLEGEDIENSTE !

  • Hier: durchschnittliche monatliche Pflegekosten bei mittlerem Pflegeaufwand in Nordrhein-Westfalen.
  • Pflegegrad 1 in der Tabelle bleibt unberücksichtigt, da Pflegebedürftige, die einen Pflegedienst beauftragen keinen Anspruch auf Pflegesachleistungen von der Pflegekasse haben. Mit        Pflegesachleistungen sind pflegerische Leistungen gemeint, die von häuslichen Pflegehilfen ambulanter Pflegedienste erbracht werden.   
  • Pflegeversicherte mit Pflegegrad 1 erhalten einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich von der Pflegekasse für alle notwendigen Leistungen bei Pflege zu Hause durch einen Pflegedienst.
  • Kostenrisiko in NRW mit Pflegegrad 1 laut Kostenrechner des Versicherers: 480 Euro monatlich bei häuslicher Pflege durch einen Pflegedienst

  

  • Pflegegrade               2           3            4            5      bei häuslicher Pflege durch Pflegedienste
  Pflegekosten         1.212 €  1.868 €  2.594 €  2.852 €

         abzüglich    

      Pflegekasse             689 €   1.298 €  1.612 €  1.995 €   

      = Eigenanteil

      Pflegebedürftiger    523 €     570 €      982 €     857 €

 

 

zu 3: Was kostet Pflege des Pflegebedürftigen im teuersten und günstigsten

HEIM bei vollstationärer Pflege in Hilden: 

 

Pflegekosten im teuersten Pflegeheim

in Hilden

  • Pflegegrade            1           2            3            4              5 bei vollstationärer Pflege im Heim 

         Pflegekosten ca.    3.125 €    3.560 €       4052 €      4.565 €       4.795 €      

        abzzüglich 

        Pflegekasse               125 €       770 €      1.262 €      1.775 €       2.005 €

        = Eigenanteil

        Heimbewohner      3.000 €    2.790 €      2.790 €      2.790 €       2.790 € 

 

                                                                                                                  

Pflegekosten im günstigsten Pflegeheim

in Hilden         

       Pflegegrade             1           2             3             4             5 bei vollstationärer Pflege im Heim

       Pflegekosten ca.    2.455 €    2.700 €       3.192 €      3.705 €       3.935 € 

      abzüglich                          

      Pflegekasse               125 €       770 €       1.262 €      1.775 €        2.005 €   

      = Eigenanteil   

      Heimbewohner      2.330 €    1.930 €       1.930 €      1.930 €        1.930 €                  

 

Was bedeutet es Pflegefall zu werden ?

  • Pflegefall zu werden bedeutet ein finanzielles Risiko für Sie und Ihre Familie !
  • Pflegebedürftig kann jeder werden auf Grund von Krankheit oder Unfall.
  • Pflegebedürftigkeit geht einher mit altersbedingtem Kräfteverfall (gemeint ist das Nachlassen körperlicher oder geistiger Kräfte). 
  • Pflegebedürftige werden lange gepflegt. Demenzpatienten noch länger !                     
  • Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt lediglich einen Teil der Pflegekosten. Der weitaus größere Rest wird aus eigener Tasche finanziert und bedeutet einen tiefen Griff ins eigene Portemonnaie des Pflegebedürftigen.                                     

  • Der von Pflegeleistungen abhängige Pflegebedürftige zahlt aus eigener Tasche, solange eigenes verwertbares Einkommen vorhanden ist. Beispielsweise Einkommen aus Alters-Rente, Beamtenpension, Zins- und Mieterträge. Ebenso wird vorhandenes Vermögen zum Beispiel  Wertpapiere, Goldmünzen, Schmuck, verpfändbares Haus/Wohnung zur Kostendeckung im Pflegefall verwertet.     
  • Auch Schenkungen (z. B. Immobilien) der letzten 10 Jahre gehören zum Vermögen und müssen wegen Verarmung des Schenkers (hier: des  Pflegebedürftigen) rückabgewickelt werden. 
  • Sind nach dem Tod der pflegebedürftigen Person noch Verbindlichkeiten beim Sozialamt offen, werden die Erben hierfür in Anspruch genommen. Allerdings nur für Kosten der Sozialhilfe, die innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren vor dem Erbfall aufgewendet worden sind.              
  • Wenn das Vermögen der zu pflegenden  Person aufgebraucht ist, wird nach Prüfung des Sozialamts (Sozialamt geht zunächst in Vorlage der ungedeckten Pflegekosten) der Ehegatte bzw. der Lebenspartner (eingetragene Lebenspartner in einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft) zur Unterhaltszahlung herangezogen.                                  
  • Kann der Ehegatte/Lebenspartner den fehlenden Unterhalt nicht mehr aufbringen, werden zum Schluss die Kinder für den fehlenden Unterhalt der ungedeckten Pflegekosten in Haftung genommen, denn Verwandte in gerader Linie, das heißt Großeltern, Eltern, Kinder sind verpflichtet einander Unterhalt zu gewähren. Betroffen sind neben dem laufenden Einkommen der Kinder auch ihre Rücklagen.

Bitte bedenken Sie bei der Kalkulation des Pflegekostenbedarfs:

  • Reicht das Haushaltseinkommen im Pflegefall für den verbleibenden Ehepartner/Lebenspartner, um den Lebensstandard zu erhalten ? Gemeint ist der Lebensstandard bezüglich des Haushaltseinkommens, welches vor Eintritt des Pflegefalls zur Deckung der Lebenshaltungskosten der Eheleute oder der Lebenspartner eingeplant war und jetzt im Pflegefall mit den auftretenden Pflegekosten verrechnet wird.
  • Bei der Höhe der Pflegeabsicherung ist also nicht nur der Pflegekostenbedarf des Pflegebedürftigen zu berücksichtigen, sondern auch die Lebenshaltungskosten, die für den verbleibenden Ehepartner/ Lebenspartner nach wie vor anfallen.
  • Bitte bedenken Sie, daß im Pflegeheim für persönliche Bedürfnisse und Wünsche des Pflegebedürftigen ein zusätzlicher regelmäßiger Finanzbedarf entsteht beispielsweise für: Telefon, Friseurbesuch, kosmetische Behandlung z. B. für Maniküre (Handpflege) und Pediküre (Fußpflege), Zuzahlungen für Medikamente,Taxidienste, Geschenke für Pflegepersonal, anspruchsvolle Körperpflegemittel, hochwertige Genussmittel, Kleidung, Vorlese-Service.                                            

Besonderheiten mit Pflegegrad 1 bei Pflege zu HAUSE !

  • PFLEGEVERSICHERTE mit Pflegegrad 1 "mit geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit" bewältigen ihr Leben weitgehend selbstständig ! Es handelt sich hier überwiegend um ältere Menschen, die nur geringe Krankheitssymptome oder eine leichte Demenz aufweisen. 
  • PFLEGEVERSICHERTE mit Pflegegrad 1 haben keinen Anspruch auf Pflegegeld von der Pflegekasse, weil sie von ihren Angehörigen in häuslicher Umgebung gepflegt werden. Sie erhalten allerdings einen Entlastungsbetrag (§ 45 Absatz 1 Satz 1 SGB XI) in Höhe von 125 Euro monatlich für Unterstützung im Alltag (nicht für pflegerische Tätigkeiten !) z. B. Begleitung zum Arzt oder zu Behördengängen mit einem Alltagsbegleiter, Gespräche, Spiele, Spaziergänge, Besuch eines Bewegungsangebots für körperlich eingeschränkte Menschen.      
  • PFLEGEVERSICHERTE mit Pflegegrad 1 haben auch keinen Anspruch auf Pflegesachleistungen (gemeint sind häusliche Pflegehilfen durch professionelle ambulante Pflegedienste). Sie erhalten allerdings einen Entlastungsbetrag (§ 45 b Absatz 1 Satz 1 SGB XI) in Höhe von 125 Euro monatlich für alle notwendigen Leistungen bei Pflege zu Hause durch Pflegedienste.                   
  • PFLEGEKASSEN können finanzielle Zuschüsse bis zu 4.000 Euro (§ 40 Absatz 4 Satz 2 SGB XI) je Maß-nahme zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes des Hilfsbedürftigen mit Pflegegrad 1 ge-währen. Ziel ist die häusliche Pflege zu ermöglichen bzw. wesentlich zu erleichtern oder eine selbstständige Lebensführung des Pflegebedürftigen wieder herzustellen. Verwendungsmöglichkeiten der Zuschüsse bis zu 4.000 Euro. Beispiele: Einbau einer bodengleichen Dusche: Der hohe Rand der Duschtasse beim Ein- und Aussteigen in die Dusche entfällt und er-möglicht somit einen barrierefreien Zugang zum ebenerdigen Duschbereich. Türverbreiterungen gewähren freien Zugang zu allen Zimmern der Wohnung mit dem Rollstuhl oder Rollator. Einbau eines Treppenliftes, um die Etagen im eigenen Haus überwinden zu können.                                              

Besonderheiten mit Pflegegrad 1 bei STATIONÄRER PFLEGE !

  • PFLEGEVERSICHERTE mit Pflegegrad 1 erhalten von der Pflegekasse lediglich einen Zuschuss bei vollstationärer Pflege (§ 43 Absatz 3 SGB XI) in Höhe von 125 Euro monatlich für pflegebedingte Aufwendungen. Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 sind somit weitgehend Selbstzahler (!) bzw. zahlen aus eigener Tasche. PFLEGEVERSICHERTE haben erst ab Pflegegrad 2 Anspruch auf vollstationäre Pflege im Heim. Die Pflegekasse übernimmt dabei pauschalierte pflegebedingte Aufwendungen je nach Pflegegrad 2 bis 5.

 

Zusammensetzung des Eigenanteils bei Heimbewohnern mit stationärer Pflege im Pflegeheim für Pflegegrade 2 bis 5 !

Eigenanteil Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil (EEEfür pflegerische Leistung in der  stationären Pflege plus Kosten für Unterkunft und Verpflegung  plus Investitionskosten.      

  • Seit 1. Januar 2017 ist die Pflegereform durch das zweite Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten.   Dies bedeutet, daß jedes Pflegeheim bezüglich der Gesamtheit aller Heimbewohner einen durchschnittlichen Eigenanteil für die pflegerische Leistung kalkuliert. Somit zahlt jeder Pflegebedürftige, und zwar unabhängig von seinem individuellen Pflegegrad (je nach Einstufung in Pflegegrad 2 bis 5), den gleichen (!) einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) für pflegerische Leistung in der stationären Pflege. Ausnahme: Bei Pflegegrad 1 werden die Kosten pro Pflegeplatz kalkuliert. Die Kosten bei Pflegegrad 1 unterliegen somit nicht wie bei der Gesamtheit aller Heimbewohner in Pflegegrad 2 bis 5 einem durchschnittlichen Eigenanteil für pflegerische Leistung                                                                                                     
  • Weiterer Bestandteile des Eigenanteils bei stationärer Pflege in Pflegegrad 2 bis 5 und des Pflegegrads 1 sind neben der pflegerischen Leistung die Kosten für Unterkunft (Zimmer oder Appartement) und Verpflegung (Mahlzeiten) sowie Investitionskosten. Investitionskosten betreffen das Gebäude und die technischen Anlagen des Pflegeheims. Beispielsweise Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, Umbau- und Ausbaumaßnahmen,  Gebäudemieten oder Finanzierungskosten die der Betreiber des Pflegeheims aufwendet.                                                                                                                
  • Unabhängig vom Eigenanteil (Eigenanteil = Kosten für pflegegerische Leistung in der stationären Pflege plus Kosten für Unterkunft und Verpflegung plus Investitionskosten) sind die Leistungen der Pflegekasse zu betrachten, das heißt, je höher der  Pflegegrad des Pflegebedürftigen ist, desto höher ist die Zahlung der Pflegekasse an das Pflegeheim.
  • Bei Pflegegrad 2 und vollstationärer Pflege erhält das Pflegeheim von der Pflegekasse 770 Euro monatlich.
  • Bei Pflegegrad 3 und vollstationärer Pflege erhält das Pflegeheim von der Pflegekasse 1.262 Euro monatlich.
  • Bei Pflegegrad 4 und vollstationärer Pflege erhält das Pflegeheim von der Pflegekasse 1.775 Euro monatlich.
  • Bei Pflegegrad 5 und vollstationärer Pflege erhält das Pflegeheim von der Pflegekasse 2.005 Euro monatlich.

 

 

Sie haben Fragen oder wünschen ein schriftliches Angebot zur Pflege-Tagegeld-Versicherung. Dann klicken Sie bitte jetzt:

ANGEBOTS-KONTAKT-FORMULAR

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Versicherungsbüro-40plus