Armutsfalle Pflegefall 2021 !

Was kostet Pflege zu Hause oder im Pflegeheim ? Auf jeden Fall

einen tiefen Griff ins eigene  Portemonnaie ! 

  • Die " P f l e g e " als Vorsorgeproblem ist ein allseits vieldiskutiertes Thema in der  Öffentlichkeit. Auch Immobilien, ob Eigentumswohnung oder das endlich abbezahlte Haus, sind vor dem Zugriff durch das Sozialamt gefährdet und werden im Pflegefall zur Kostendeckung verwertet. Dabei sollte die Immobilie doch ursprünglich dem folgenden Zweck dienen:
  • Der Altersversorgung auf Grund der ersparten Miete. 
  • Als Sicherheit gegenüber steigenden Mieten.
  • Als unkündbarer Altersruhesitz.
  • Mit ihrem Vermögenswert als Kapitalanlage.
  • Als Erbe zum Beispiel für die Kinder.

 

 

Was kostet Pflege des Pflegebedürftigen zu Hause durch ANGEHÖRIGE ?

Hier: Durchschnittliche monatliche Pflegekosten bei hohem Pflegeaufwand in Nordrhein-Westfalen für Pflegegrade 2 bis 5 !

 
Pflegegrade 2 3 4

5

Pflegekosten  796 Euro 1.326 Euro  

1.591 Euro   

1.750 Euro

abzüglich

Pflegekasse

 

316 Euro

 

545 Euro

 

728 Euro

 

  901 Euro

=Eigenanteil

Pflegebedürftiger

 

480 Euro

 

781 Euro

 

863 Euro

 

 849 Euro

         
 

Was kostet Pflege des Pflegebedürftigen zu Hause durch PFLEGEDIENSTE ?

Hier: Durchschnittliche monatliche Pflegekosten bei hohem Pflegeaufwand in Nordrhein-Westfalen für Pflegegrade 2 bis 5 !

   
 
Pflegegrade 2 3 4

5

Pflegekosten ca. 1.377 Euro

   2.358 Euro

2.829 Euro

3.111 Euro

abzüglich

Pflegekasse

 

  689 Euro

 

1.298 Euro

 

1.612 Euro

 

 1.995 Euro

=Eigenanteil

Pflegebedürftiger

 

  688 Euro

 

1.060 Euro

 

1.217 Euro

 

1.116 Euro

         
 

Pflegegrad 1 in der obengenannten Tabelle bleibt unberücksichtigt, da Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1, die einen Pflegedienst beauftragen, keinen Anspruch auf Pflegesachleistungen* von der Pflegekasse haben.*Pflegesachleistungen sind pflegerische Leistungen, die von professionellen Pflegekräften ambulanter Pflegedienst erbracht werden. 

 

Was kostet vollstationäre Pflege des Pflegebedürftigen im Pflegeheim z. B. in

Leverkusen ? 

  • 1) Im günstigsten PFLEGEHEIM in Leverkusen?
  • 2) Im teuersten PFLEGEHEIM in Leverkusen ? 
  • 3) Wie hoch sind die durchschnittlichen Pflegekosten aller PFLEGEHEIME in Leverkusen ? 
  • Sie wohnen nicht in Leverkusen und interessieren sich für die allgemeine  Pflegekostensituation bei vollstationärer Pflege im Pflegeheim an Ihrem Wohnort, dann bei Interesse bitte anklicken und schriftliche Informationen anfordern:  KONTAKT-FORMULAR ONLINE 

 

1) Pflegekosten im günstigsten Pflegeheim in Leverkusen (aufgerundet auf vollen Eurobetrag).

 
 
 
Pflegegrade 1 2 3 4

5

Pflegekosten ca.   2.605 Euro 2.950 Euro

  3.442 Euro 

3.955 Euro

4.185 Euro

abzüglich

Pflegekasse

 

     125 Euro

 

  770 Euro

 

1.262 Euro

 

1.775 Euro

 

 2.005 Euro

=Eigenanteil

Pflegebedürftiger

 

  2.480 Euro

 

 2.180 Euro

 

2.180 Euro

 

2.180 Euro

 

2.180 Euro

 
   
2) Pflegekosten im teuersten Pflegeheim in Leverkusen (aufgerundet auf vollen Eurobetrag).  
 
 
Pflegegrade 1 2 3 4

5

Pflegekosten ca.   3.704 Euro 4.116 Euro

  4.608 Euro 

5.121 Euro

5.351 Euro

abzüglich

Pflegekasse

 

     125 Euro

 

  770 Euro

 

1.262 Euro

 

1.775 Euro

 

 2.005 Euro

=Eigenanteil

Pflegebedürftiger

 

  3.579 Euro

 

 3.346 Euro

 

3.346 Euro

 

3.346 Euro

 

3.346 Euro

 

 

   
3) Durchschnittliche Pflegekosten aller  Pflegeheim in Leverkusen (aufgerundet auf vollen Eurobetrag).  
 
 
Pflegegrade 1 2 3 4

5

Pflegekosten ca.   3.059 Euro 3,433 Euro

  3.925 Euro 

4.438 Euro

4.668 Euro

abzüglich

Pflegekasse

 

     125 Euro

 

  770 Euro

 

1.262 Euro

 

1.775 Euro

 

 2.005 Euro

=Eigenanteil

Pflegebedürftiger

 

  2.934 Euro

 

 2.663 Euro

 

2.663 Euro

 

2.663 Euro

 

2.663 Euro

 

   Besonderheiten mit Pflegegrad 1 bei Stationärer Pflege

  • PFLEGEVERSICHERTE mit Pflegegrad 1 erhalten von der Pflegekasse lediglich einen Zuschuss bei vollstationärer Pflege (§ 43 Absatz 3 SGB XI) in Höhe von 125 Euro monatlich für pflegebedingte Aufwendungen. Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 sind somit weitgehend Selbstzahler (!) bzw. zahlen weitgehend aus eigener Tasche.
  • Hintergrund: PFLEGEVERSICHERTE haben erst ab Pflegegrad 2 Anspruch auf vollstationäre Pflege im Heim. Dabei übernimmt die Pflegekasse pauschalierte pflegebedingte Aufwendungen, und zwar für  Pflege-leistungen je nach Pflegegrad 2 bis 5. 
  • Für weitere Kosten insbesondere für Unterkunft (Einbett- oder Zweibettzimmer) und Verpflegung (Mahlzeiten)  kommt der Pflegebedürftige in voller Höhe selbst auf.

 

Seit 1. Januar 2017 ist die Pflegereform durch das zweite

Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten.

  • Dies bedeutet, daß jedes Pflegeheim bezüglich der Gesamtheit aller Heimbewohner einen durchschnittlichen Eigenanteil für Pflegerische Leistungen (Pflege, Betreung und medizinische Behandlungspflege) kalkuliert. 
  • Somit zahlt jeder Pflegebedürftige, und zwar unabhängig von seinem individuellen Pflegegrad egal ob Pflegegrad 2 oder 5, den gleichen (!) einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) für Pflegerische Leistungen. 
  • Ausnahme: Bei Pflegegrad 1 werden die Kosten pro Pflegeplatz kalkuliert und unterliegen somit nicht wie bei der oben genannten Gesamtheit aller Heimbewohner mit Pflegegrad 2 bis 5 einem durchschnittlichen Eigenanteil für pflegerische Leistungen

 

Zusammensetzung des Eigenanteils, das ist der Kostenbetrag, den der Heimbewohner bei  vollstationärer Pflege aus eigener Tasche zahlt.

Eigenanteil =

  • Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil (EEE)r pflegerische Leistungen (!) bei Heimbewohnern mit Pflegrad 2 bis 5 ! Bei Heimbewohnern mit  Pflege-grad 1 handelt es sich um Kosten pro Pflegeplatz    für pflegerische (!) Leistungen !
  • Plus Kosten für Unterkunft (Zimmer oder Appartement). 
  • Plus Kosten für Verpflegung (Mahlzeiten).
  • Plus Investitionskosten (betreffen das Gebäude und die technischen Anlagen des Pflegeheims. Beispielsweise Instandhaltung- und Modernisierungsmaßnahmen. Umbau- und Ausbauarbeiten. Gebäudemieten oder Finanzierungskosten, die der Betreiber des Pflegeheims aufwendet).
  • Plus  Ausbildungzuschlag: Das Heimentgelt erhöht sich um einen Ausbildungszuschlag für die Ausbildung von Pflegefachkräften und kann vom Heimbetreiber als Kostenbestandteil den Heimbewohnern in Rechnung gestellt werden.   
  • Plus gegebenenfalls Kosten für Zusatzleistungen, die der Pflegebedürftige mit dem Heim individuell vereinbart zum Beispiel: Besondere Komfortleistungen bei Unterkunft und Verpflegung wie ein besonders großes und komfortabel ausgestattetes Zimmer, individuelle Nutzung von Telefon, TV, Internet, Teilnahme an "Gourmetkost", ... Zusätzliche pflegerische/betreuende Leistungen zum Beispiel: Physiotherapie außerhalb ärztlicher Verordnung, persönliche Begleitung zu Arztbesuchen, individueller Vorlese-Service, ...                                                                    

    Pflegebedürftig kann jeder werden auf Grund von Krankheit oder Unfall

  • Pflegebedürftigkeit geht einher mit alterbedingtem Kräfteverfall (gemeint ist das Nachlassen körperlicher oder geistiger Kräfte).
  • Pflegebedürftige werden lange gepflegt. Demenzpatienten noch länger.
  • Die durchschnittliche Pflegedauer eines Pflegebedürftigen beträgt 6 Jahre.
  • Mehr als die Hälfte (53 %) der über 85-jährigen ist heute pflegebedürftig.                                                                                                                                                                                     

Der von Pflegeleistungen abhängige Pflegebedürftige zahlt aus eigener Tasche,  solange eigenes verwertbares Einkommen vorhanden ist zum Beispiel aus: 

  • Altersrente/Beamtenpension, Zins- und Mieterträge.
  • Ebenso wird vorhandenes Vermögen zum Beispiel Wertpapiere, Goldmünzen, Schmuck, verpfändbares    Haus/Wohnung zur Kostendeckung im Pflegefall verwertet.
  • Auch Schenkungen (z. B. Immobilien) der letzten 10 Jahre gehören zum Vermögen und müssen wegen Verarmung des Schenkers (hier des Pflegebedürftigen) rückabgewickelt werden.
  • Sind nach dem Tod der pflegebedürftigen Person noch Verbindlichkeiten beim Sozialamt offen, werden die Erben hierfür in Anspruch genommen. Allerdings nur für Kosten der Sozialhilfe die innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren vor dem Erbfall aufgewendet worden sind.
  • Wenn das Vermögen der zu pflegenden Person aufgebraucht ist wird nach Prüfung des Sozialamts (Sozialamt geht zunächst in Vorlage der ungedeckten Pflegekosten) der Ehegatte bzw. der eingetragene Lebenspartner in einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft zur Unterhaltszahlung herangezogen.
  • Kann der Ehegatte / Lebenspartner den fehlenden Unterhalt nicht mehr aufbringen, werden zum Schluss die Kinder für den fehlenden Unterhalt der ungedeckten Pflegekosten in Haftung genommen, denn Verwandte in gerader Linie, das heißt Großeltern -  Eltern -  Kinder sind verpflichtet einander Unterhalt zu gewähren. Betroffen ist das laufende Einkommen der Kinder.
  • Allerdings gilt seit Januar 2020 das Angehörigen-Entlastungsgesetz wonach Kinder pflegebedürftiger  Eltern zu Unterhaltszahlungen erst dann verpflichtet sind, wenn das Bruttojahreseinkommen der Kinder  100.000 Euro übersteigt. Im Sinne der 100.000 Euro-Grenze sind auch sonstige Einnahmen wie aus  Vermietung und Verpachtung oder aus Wertpapierhandel als Einkommen zu berücksichtigen. Das eigene  Vermögen der Kinder z. B. Wohneigentum wird für den Elternunterhalt nicht (!) herangezogen. 

 

Bitte bedenken Sie bei der Kalkulation des Pflegekostenbedarfs:

  • Reicht das Haushaltseinkommen im Pflegefall für den verbleibenden Ehepartner / Lebenspartner, um den Lebensstandard zu erhalten ? Gemeint ist der Lebens-standard bezüglich des Haushaltseinkommens, welches vor Eintritt des Pflegefalls zur Deckung der Lebenshaltungskosten der Eheleute oder der Lebenspartner eingeplant war und jetzt im Pflegefall mit den auftretenden Pflegekosten verrechnet wird. 
  • Berücksichtigt werden sollte auch, daß Pflegebedürftige, die in Pflegeheimen untergebracht sind einen zu-sätzlichen regelmäßigen Finanzbedarf haben, beispielsweise für Telefon, TV, Internetzugang, Friseurbesuch, Kosmetische Behandlungen (z. B. Hand- und Fußpflege), Zuzahlungen für Medikamente, Taxidienste, Geschenke fürs Personal, Körperpflegemittel, Genussmittel, Kleidung. 

 

 

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