Armutsfalle Pflegefall 2023 !

Was kostet Pflege zu Hause ?

Was kostet Pflege im Pflegeheim ?
Auf jeden Fall einen tiefen Griff ins

eigene Portemonnaie ! 

  • Die gesetzliche Pflegekasse ist an die gesetzliche Krankenkasse angegliedert und beteiligt sich bei vollstationärer Pflege im Pflegeheim an den Kosten für pflegerische Leistungen mit Pflegegrad 2 bis 5 ! 
  • Allerdings:  Unterkunft im Ein- oder Zweibettzimmer und Verpflegung (Mahlzeiten) zahlt der Pflegebedürftige aus eigener Tasche ! 
  • Fazit: Bei den Leistungen der Pflegekassen hier am Beispiel der Pflege in Pflegeheimen handelt es sich um eine staatliche Hilfe mit Teilkaso-Absicherung bzw. um eine Grundabsicherung.
  • ​Wie teuer Pflege werden kann mit verschiedenen  Pflegegraden, ob bei häuslicher Pflege in NRW oder z. B. in Pflegeheimen  in Leverkusen erfahren Sie, wenn Sie weiterlesen !

 

Was kostet Pflege des Pflegebedürftigen

zu Hause  durch  ANGEHÖRIGE ?

Hier: Durchschnittliche monatliche Pflegekosten bei hohem Pflegeaufwand in Nordrhein-Westfalen für Pflegegrade 2 bis 5 ! Abzüglich Leistungen der gesetzlichen Pflegekasse !

 
Pflegegrade: 2 3 4

5

Pflegekosten  796 Euro 1.326 Euro  

1.591 Euro   

1.750 Euro

abzüglich

Pflegekasse

 

316 Euro

 

545 Euro

 

728 Euro

 

  901 Euro


= Eigenanteil

Pflegebedürftiger

 

 

 

   480 Euro

 

 

 

781 Euro

 

 

 

 

863 Euro

 

 849 Euro

         
 

Pflegegrad 1 bleibt in der Tabelle unberücksichtigt, da 

  • Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1, die von ihren Angehörigen in häuslicher Umgebung gepflegt werden, keinen Anspruch auf Pflegegeld von der Pflegekasse haben ! 
  • Hintergrund: Pflegeversicherte mit Pflegegrad 1 bewältigen ihr Leben weitgehend selbstständig. Es handelt sich hier überwiegend um ältere Menschen, die nur geringe Krankheitssymptome oder eine leichte Demenz aufweisen. 

Was kostet Pflege des Pflegebedürftigen

zu Hause  durch  PFLEGEDIENSTE ?

Hier: Durchschnittliche monatliche Pflegekosten bei hohem Pflegeaufwand in Nordrhein-Westfalen für Pflegegrade 2 bis 5 ! Abzüglich Leistungen der gesetzlichen Pflegekasse !

   
 
Pflegegrade: 2 3 4

5

Pflegekosten  1.377 Euro

   2.358 Euro

2.829 Euro

3.111 Euro

abzüglich

Pflegekasse

 

  689 Euro

 

1.298 Euro

 

1.612 Euro

 

 1.995 Euro

= Eigenanteil

Pflegebedürftiger

 

    688 Euro

  1.060 Euro

1.217 Euro

 1.116 Euro

 

       
 

Pflegegrad 1 in der obengenannten Tabelle bleibt unberücksichtigt, da

  • Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1, die einen Pflegedienst beauftragen, keinen Anspruch auf Pflegesachleistungen* von der Pflegekasse haben.  *Pflegesachleistungen sind pflegerische Leistungen, die von professionellen Pflegekräften ambulanter Pflegedienst erbracht werden. 
  • Hintergrund: Pflegeversicherte mit Pflegegrad 1 bewältigen ihr Leben weitgehend selbstständig. Es handelt sich hier überwiegend um ältere Menschen, die nur geringe Krankheitssymptome oder eine leichte Demenz aufweisen.

Was kostet Pflege des Pflegebedürftigen

bei vollstationärer Pflege im PFLEGEHEIM ?

Beispielsweise in Leverkusen, und zwar: 

  • ​1) Im günstigsten PFLEGEHEIM in Leverkusen ?
  • 2) Im teuersten PFLEGEHEIM in  Leverkusen
  • ​​3) Wie hoch sind die durchschnittlichen Pflegekosten aller PFLEGEHEIME in Leverkusen 
  • ​Bitte berücksichtigen Sie, daß Pflegebedürftige seitens der Pflegekasse  erst mit Pflegegrad 2 Anspruch auf vollstationäre Pflege im Pflegeheim haben, und zwar für pauschalierte pflegebedingte AufwendungenPflege,  Betreuung  und  medizinische Behandlungspflege. Unterkunft und Verpflegung zahlt der Heimbewohner aus eigener Tasche !
  •  Heimbewohner mit Pflegegrad 1 sind weitgehend Selbstzahler bis auf einen Zuschuß von der Pflegekasse in Höhe von 125 Euro monatlich für pflegebedingte Aufwendungen !

 

zu 1: Pflegekosten im günstigsten Pflegeheim in Leverkusen (aufgerundet auf vollen Eurobetrag). Abzüglich Leistungen der Pflegekasse !

 
 
 
Pflegegrade: 1 2 3 4

 5

Pflegekosten ca.   2.605 Euro  2.950 Euro

  3.442 Euro 

3.955 Euro

4.185 Euro

abzüglich

Pflegekasse

 
    125 Euro

 

    770 Euro

 

1.262 Euro

 

1.775 Euro

 

2.005 Euro

= Eigenanteil

Heimbewohner:

 

 

  2.480 Euro

 

 2.180 Euro

 

2.180 Euro

 

2.180 Euro

 

2.180 Euro

 
   
zu 2: Pflegekosten im teuersten Pflegeheim in Leverkusen (aufgerundet auf vollen Eurobetrag). Abzüglich Leistungen der Pflegekasse.  
 
 
Pflegegrade: 1 2 3 4

5

Pflegekosten ca.  3.704 Euro 4.116 Euro

  4.608 Euro 

5.121 Euro

5.351 Euro

abzüglich

Pflegekasse

 

    125 Euro

 770 Euro

1.262 Euro

1.775 Euro

 2.005 Euro

= Eigenanteil

Heimbewohner

 

 

  3.579 Euro 

3.346 Euro

3.346 Euro

3.346 Euro

3.346 Euro

 

 

   

zu 3: Durchschnittliche Pflegekosten aller  Pflegeheime in Leverkusen (aufgerundet auf vollen Eurobetrag). Abzüglich Leistungen der 

Pflegekasse !

 
 
 
Pflegegrade 1 2 3 4

5

Plegekosten ca.   3.059 Euro 3.433 Euro

  3.925 Euro 

4.438 Euro

4.668 Euro

abzüglich

Pflegekasse

 

 

     125 Euro

    

 

  770 Euro

 

1.262 Euro

 

1.775 Euro

 

 2.005 Euro

 

= Eigenanteil

Heimbewohner

 

 

 

  2.934 Euro

 

 

2.663 Euro

 

2.663 Euro

 

2.663 Euro

 

2.663 Euro

 

Neu:

Seit Januar 2022 erhalten Pflegeheimbewohner

 bei vollstationärer Pflege mit Pflegegrad

2 bis 5 weitere Zuschüsse von der gesetzlichen Pflegekasse:

  • Ab dem 1.   bis zum 12. Monat:   5 % Zuschuss im Pflegeheim.
  • Ab dem 13. bis zum 24. Monat: 25 % Zuschuss im Pflegeheim.
  • Ab dem 25. bis zum 36. Monat: 45 % Zuschuss im Pflegeheim.
  • Ab dem 37. Monat und laufend: 70 % Zuschuss im Pflegeheim.
  • Der Zuschuss berechnet sich prozentual vom Eigenanteil, gemeint ist der Einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE) des jeweiligen Pflegeheims für Pflege- und Ausbildungskosten, die der Heimbewohner aus eigener Tasche zahlt. Nicht bezuschusst werden die Kosten für Unterkunft im Einbett- oder Zweibett-Zimmer, Kosten für Verpflegung (Mahlzeiten) und Investitionskosten (betreffen das Gebäude- und die technischen Anlagen des Pflegeheims z. B.: Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen). Der Zuschuss der gesetzlichen Pflegekasse beträgt zum Beispiel bei einem bundesdurchschnittlichen Eigenanteil von 911 Euro monatlich für Pflege- und Ausbildungskosten im Pflegeheim: 
  • Ab dem   1. bis zum 12. Monat    5 % Zuschuss =  45,55 Euro
  • Ab dem 13. bis zum 24. Monat  25 % Zuschuss = 227,75 Euro
  • Ab dem 25. bis zum 36. Monat  45 % Zuschuss = 409,95 Euro
  • Ab dem 37. Monat und laufend 70 % Zuschuss = 637,70 Euro

 

  • Die " P f l e g e " als Vorsorgeproblem ist ein allseits vieldiskutiertes Thema in der Öffentlichkeit !

Pflegebedürftig kann jeder werden auf Grund von Krankheit oder Unfall:

  • Pflegebedürftigkeit geht einher mit altersbedingtem Kräfteverfall (gemeint ist das Nachlassen körperlicher oder geistiger Kräfte).
  • Pflegebedürftige werden lange gepflegt. Demenzpatienten noch länger.     
  • Mehr als die Hälfte (53 %), der über 85-jährigen ist heute pflegebedürftig. 
  • Die durchschnittliche Pflegedauer eines Pflegebedürftigen beträgt ca. 6 Jahre.
  • Die durchschnittliche Pflegedauer eines an Demenz erkrankten Pflegebedürftigen beträgt ca. 11 Jahre.

   Besonderheiten mit Pflegegrad 1 bei Stationärer Pflege

  • PFLEGEVERSICHERTE mit Pflegegrad 1 erhalten von der Pflegekasse lediglich einen Zuschuss bei vollstationärer Pflege (§ 43 Absatz 3 SGB XI) in Höhe von 125 Euro monatlich für pflegebedingte Aufwendungen. Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 sind somit weitgehend Selbstzahler (!) bzw. zahlen weitgehend aus eigener Tasche.
  • Hintergrund: PFLEGEVERSICHERTE haben erst ab Pflegegrad 2 Anspruch auf vollstationäre Pflege im Heim. Dabei übernimmt die Pflegekasse pauschalierte pflegebedingte Aufwendungen, und zwar für  Pflegeleistungen je nach Pflegegrad 2 bis 5. 
  • Für weitere Kosten insbesondere für Unterkunft (Einbett- oder Zweibettzimmer) und Verpflegung (Mahlzeiten) kommt der Pflegebedürftige in voller Höhe selbst auf.

 

Seit 1. Januar 2017 ist die Pflegereform durch das zweite Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten.

  • Dies bedeutet, daß jedes Pflegeheim bezüglich der Gesamtheit aller Heimbewohner einen durchschnittlichen Eigenanteil für Pflegerische Leistungen (Pflege, Betreung und  medizinische Behandlungspflege) kalkuliert. 
  • Somit zahlt jeder Pflegebedürftige, und zwar unabhängig von seinem individuellen Pflegegrad, egal ob Pflegegrad 2 oder 5, den gleichen (!) einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE) für Pflegerische Leistungen im Pflegeheim. 
  • Ausnahme: Bei Pflegegrad 1 werden die Kosten pro Pflegeplatz kalkuliert und unterliegen somit nicht einem durchschnittlichen Eigenanteil für pflegerische Leistungen, wie dies bei der  Gesamtheit aller Heimbewohner mit Pflegegrad 2 bis 5 der Fall ist.

 

Zusammensetzung des Eigenanteils, das ist der Kostenbetrag, den der Heimbewohner bei  vollstationärer Pflege aus eigener Tasche zahlt.

Eigenanteil =

  • Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil (EEE)r pflegerische Leistungen bei Heimbewohnern mit Pflegegrad 2 bis 5 !
  • Bei Heimbewohnern mit  Pflegegrad 1 handelt es sich um Kosten pro Pflegeplatz für pflegerische Leistungen ! 
  • + Kosten für Unterkunft (Zimmer oder Appartement). 
  • + Kosten für Verpflegung (Mahlzeiten).
  • + Investitionskosten (betreffen das Gebäude und die technischen Anlagen des Pflegeheims. Beispielsweise Instandhaltung- und Modernisierungsmaßnahmen. Umbau- und Ausbauarbeiten. Gebäudemieten oder Finanzierungskosten, die der Betreiber des Pflegeheims aufwendet).
  • Ausbildungskosten: Das Heimentgelt erhöht sich um Ausbildungskosten für die Ausbildung von Pflegefachkräften und kann vom Heimbetreiber als Kostenbestandteil den Heimbewohnern in Rechnung gestellt werden.   
  • + Gegebenenfalls Kosten für Zusatzleistungen, die der Pflegebedürftige mit dem Heim individuell vereinbart zum Beispiel: Besondere Komfortleistungen bei Unterkunft und Verpflegung wie ein besonders großes und komfortabel ausgestattetes Zimmer, individuelle Nutzung von Telefon, TV, Internet, Teilnahme an "Gourmetkost", ... Zusätzliche pflegerische  Leistungen, zum Beispiel: Physiotherapie außerhalb ärztlicher Verordnung. Zusätzliche betreuende Leistungen, zum Beispiel: Persönliche Begleitung zu Arztbesuchen, individueller Vorlese-Service, ...                                                                    

Der von Pflegeleistungen abhängige

Pflegebedürftige zahlt aus eigener Tasche,

solange eigenes verwertbares Einkommen

vorhanden ist, zum Beispiel aus: 

  • Altersrente / Beamtenpension, Zins- und Mieterträge.

Ebenso wird vorhandenes Vermögen zum Beispiel:

  • Wertpapiere, Goldmünzen, Schmuck, verpfändbares Haus / Wohnung zur Kostendeckung im Pflegefall verwertet.
  • Auch Schenkungen (z. B. Immobilien) der letzten 10 Jahre gehören zum Vermögen und müssen wegen Verarmung des Schenkers (hier des Pflegebedürftigen) rückabgewickelt werden.
  • Sind nach dem Tod der pflegebedürftigen Person noch Verbindlichkeiten beim Sozialamt offen, werden die Erben hierfür in Anspruch genommen. Allerdings nur für Kosten der Sozialhilfe die innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren vor dem Erbfall aufgewendet worden sind.
  • Wenn das Vermögen der zu pflegenden Person aufgebraucht ist, wird nach Prüfung des Sozialamts (Sozialamt geht zunächst in Vorlage der ungedeckten Pflegekosten) der Ehegatte bzw. der eingetragene Lebenspartner in einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft zur Unterhaltszahlung herangezogen.
  • Kann der Ehegatte / Lebenspartner den fehlenden Unterhalt nicht mehr aufbringen, werden zum Schluss die Kinder für den fehlenden Unterhalt der ungedeckten Pflegekosten in Haftung genommen, denn Verwandte in gerader Linie, das heißt Großeltern -  Eltern -  Kinder sind verpflichtet einander Unterhalt zu gewähren. Betroffen ist das laufende Einkommen der Kinder.
  • Allerdings gilt seit Januar 2020 das Angehörigen-Entlastungsgesetz wonach Kinder pflegebedürftiger Eltern zu Unterhaltszahlungen erst dann verpflichtet sind, wenn das Bruttojahreseinkommen der Kinder 100.000 Euro übersteigt. Im Sinne der 100.000 Euro-Grenze sind auch sonstige Einnahmen wie aus Vermietung und Verpachtung oder aus Wertpapierhandel als Einkommen zu berücksichtigen. Das eigene Vermögen der Kinder, z. B. Wohneigentum, wird für den Elternunterhalt nicht (!) herangezogen. Ebenso wird das Einkommen der Schwiegerkinder nicht herangezogen.

 

Bitte bedenken Sie bei der Kalkulation des Pflegekostenbedarfs:

  • Reicht das Haushaltseinkommen im Pflegefall für den verbleibenden Ehepartner / Lebenspartner, um den Lebensstandard zu erhalten ? Gemeint ist der Lebensstandard bezüglich des Haushaltseinkommens, welches vor Eintritt des Pflegefalls zur Deckung der Lebenshaltungskosten der Eheleute oder der Lebenspartner eingeplant war und jetzt im Pflegefall mit den auftretenden Pflegekosten verrechnet wird.                                                                             
  • Berücksichtigt werden sollte auch, daß Pflegebedürftige, die in Pflegeheimen untergebracht sind einen zusätzlichen regelmäßigen Finanzbedarf haben, beispielsweise für Telefon, TV, Internetzugang, Friseurbesuch, Kosmetische Behandlungen (z. B. Hand- und Fußpflege), Zuzahlungen für Medikamente, Taxidienste, Geschenke fürs Personal, Körperpflegemittel, Genussmittel, Kleidung. 

 

Bedeutung aller Pflegegrade 1 bis 5 bei Pflegebedürftigkeit mit Beispielen erklärt !

Bei Pflegebedürftigkeit ist immer wieder die Rede von Pflegegraden. 

Vorausetzung, um Leistungen von der gesetzlichen Pflege-Versicherung bzw. von der Pflegekasse zu erhalten ist eine Einstufung in einen Pflegegrad.

Die Prüfung erfolgt durch den medizinischen Dienst.

Grundlage bei der Einstufung von Pflegegraden 1 bis 5 seit der Pflegereform 2017 ist die SELBSTSTÄNDIGKEIT einer Person im Alltag. Dabei wird festgestellt: Was kann der Pflegebedürftige alleine bewältigen und wobei sind personelle Unterstützung bzw. Hilfsmittel, beispielsweise ein Badewannen-Lifter erforderlich. 

Seit 2017 geht es bei der Begutachtung zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit nicht mehr um verrichtungsbezogenenen Hilfebedarf in Minuten, z. B. beim Aufstehen, Anziehen, Waschen, Nahrungsaufnahme, sondern bewertet werden Aktivitäten, die der Pflegebedürftige praktisch noch in der Lage ist zu bewerkstelligen, ohne fremde Hilfsmittel. 

Dabei gilt eine Handlung auch als SELBSTSTÄNDIG, die mit Hilfsmitteln bewerkstelligt werden können, z. B., wenn sich ein Pflegebedürftiger ohne personelle Hilfe mit einem Rollator frei in der Wohnung bewegen kann. 

 

Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit. 

Pflegeversicherte mit Pflegegrad 1 bewältigen ihr Leben weitgehend selbstständig ! Es handelt sich hier überwiegend um ältere Menschen, die nur geringe Krankheitssymptome oder eine leichte Demenz aufweisen (Demenz lat. "ohne Geist" steht für eine Vielzahl von Krankheiten. Alzheimer ist mt ca. 2/3 die häufigste Demenzform. Von Demenz spricht man, wenn über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten Denkschwierigkeiten, Störungen des Kurz- und Langzeitgedächtnisses und Orientierungsstörungen vorliegen). 

Pflegegrad 2: Erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit.

Zum Beispiel: Ausgeprägte Störung des Bewegungsapparates oder Demenz im Anfangsstadium.  

Wichtig

 für Pflegebedürftige ab

Pflegrad 2

  • Ab Pflegegrad 2 besteht ein Anspruch auf Pflegegeld von der Pflegekasse für Pflegebedürftige, die zu Hause von Angehörigen  (beispielsweise Ehefrau pflegt Ehemann) gepflegt werden !
  • Ab Pflegegrad 2 besteht ein Anspruch auf Pflegesachleistungen von der Pflegekasse. Mit Pflegesachleistungen sind pflegerische Leistungen gemeint, die von häuslichen Pflegehilfen ambulanter Pflegedienste erbracht werden.
  • Ab Pflegegrad 2 besteht ein Anspruch auf vollstationäre Pflege im Pflegeheim.  

Pflegegrad 3: Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit.

Zum Beispiel durch Teillähmungen oder Demenz bzw. geistige Behinderung.

Pflegegrad 4: Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit.

Meist vollständige Immobilität (Bettlägerigkeit), zum Beispiel Querschnittslähmung oder fortgeschrittene Demenz. 

Pflegegrad 5: Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung.

Körperliche hochgradige Beeinträchtigung von Personen, die steh- und gehunfähig und überwiegend bettlägerig sind bei gleichzeitig fortgeschrittener Demenz. 

 

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